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FSR: Fragebogen zur Schmerzregulation

Autorin: K. Schermelleh-Engel

Anwendungsbereiche

Der Fragebogen zur Schmerzregulation dient zur Erfassung des Bewältigungsprozesses bei Patienten mit akuten oder chronischen Schmerzen und ist zur Therapieindikation, zur Erfolgskontrolle des Therapieverlaufs und zu klinischen Vergleichsstudien geeignet.

Aufbau

Der FSR wurde auf der Basis eines Schmerzregulationsmodells entwickelt, in dem die Einschätzung der eigenen Kompetenz eine zentrale Steuerungsfunktion für den Prozess der Schmerzbewältigung hat. Es konnte empirisch nachgewiesen werden, dass eine hohe Kompetenz im Gegensatz zu einer niedrigen eine geringere Schmerzintensität, geringer ausgeprägte belastende Emotionen sowie stärker ausgeprägte adaptive Verhaltensweisen bewirkt. Der Fragebogen besteht aus 56 Aussagen, die sich auf die Skalen Kompetenz, Schmerzintensität, Angst, Depressivität, Vermeidung, Resignation und Ablenkung verteilen. Alle Schmerzkonstrukte sind als überdauernde Merkmale, d.h. situationsunabhängig, formuliert. Zur Beantwortung der Items dient eine siebenstufige Ratingskala.

Gütekriterien

Reliabilität: Die innere Konsistenz (Cronbachs Alpha) der Skalen liegt zwischen .70 (Vermeidung) und .86 (Depressivität) (N = 280).
Validität: Die Konstruktvalidität der Skalen wurde mit der Multitrait-Multimethod-Analyse von Campbell & Fiske, die Eindimensionalität der einzelnen Skalen mit dem Klassischen Latent-Additiven Testmodell von Moosbrugger & Müller nachgewiesen. Zwischen dem Gesamtwert der HSAL und der FSR-Skala Schmerzintensität besteht eine korrelative Beziehung von .55, zwischen FPI-Erregung und FSR-Angst von .25, zwischen FPI-Lebenszufriedenheit und FSR-Angst von -.27 bzw. FSR-Depressivität von -.31. Weiterhin bestehen hochsignifikant positive Korrelationen zwischen den FSR-Skalen Kompetenz und Ablenkung und den adaptiven Strategien des SVF und zwischen den FSR-Skalen Vermeidung und Resignation und den maladaptiven Strategien des SVF.

Normen

Es liegen Vergleichswerte für verschiedene Patientengruppen, Morbus Bechterew, Polyarthritis, Rückenschmerz, Gelenkschmerz, vor.

Besonderheiten

In Anwendung seit 1995