|
KÖPS: Fragebogen für körperliche, psychische und soziale Symptome
Autor: R. Manz
Anwendungsbereiche
Der Fragebogen eignet sich besonders für Fragestellungen in der Klinischen Psychologie, der Medizinischen Psychologie, der Psychosomatischen Medizin, der Psychotherapie und Psychiatrie sowie Untersuchungen mit gesundheitswissenschaftlichem Schwerpunkt, wie in Gesundheitspsychologie und Public Health.
Aufbau
Der KÖPS-Fragebogen besteht aus 60 Einzelitems und erfasst typische Krankheitssymptome auf körperlicher, psychischer und sozial-interaktioneller Ebene, wie sie für die Psychosomatische Medizin, die Klinische Psychologie und die Psychiatrie typisch sind. Die Aussagen werden anhand einer vierstufigen Skala von „trifft überhaupt nicht zu" bis „trifft sehr stark zu" vom Probanden nach dem Zutreffen beurteilt. Neben dem Gesamtergebnis werden die Werte für die drei Skalen (Körperlich (K), Psychisch (P), Sozial (S)) getrennt ausgewiesen.
Gütekriterien
Reliabilität: Die innere Konsistenz der drei Skalen liegt zwischen .89 und .95, die Wiederholungszuverlässigkeit bei einem Intervall von 4 Wochen zwischen .76 (Skala S) und .87 (Skala P), für den Gesamtwert bei .90 (N = 50). Validität: Bei einer Stichprobe von N = 205 Erwachsenen wurden neben dem KÖPS das Freiburger Persönlichkeits-Inventar, der Gießen-Test und der Fragebogen zu Kontrollüberzeugungen durchgeführt. Signifikante Korrelationen ergaben sich dabei zwischen KÖPS-K und FPI 1 (Nervosität), FPI 3 (Depressivität) und FPI N (Labilität), zwischen KÖPS-P und FPI 1, FPI 3, FPI 6 (Gelassenheit), FPI N und der Skala Grundstimmung des Gießen-Tests, zwischen KÖPS-S und FPI 3 und FPI N. Bei einer zweiten Untersuchung (N = 153) wurden Korrelationen zur Beschwerdenliste (B-L), der Depressionsskala (D-S) und der Traitangstskala des STAI ermittelt. Alle Werte lagen zwischen .54 und .81. Die differentielle Validität konnte an verschiedenen Patientenstichproben im Vergleich zu einer Kontrollgruppe von „Nicht-Fällen" bestätigt werden.
Normen
Die Vergleichswerte beruhen auf umfangreichen Untersuchungen an 900 Jugendlichen und Erwachsenen, u.a. Patienten in psychosomatischen und psychiatrischen Einrichtungen, gesunde Erwachsene, Eltern krebskranker Kinder, Zahnarztpatienten. Die Werte werden in der Form von Prozenträngen für die Altersgruppen unter und über 40 Jahren und nach Geschlecht getrennt angegeben.
In Anwendung seit 1998
|