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SeV: Skala zum erlebten Veränderungsdruck 
Autoren: D. Ferring, S.-H. Filipp, D. Vaitl
Anwendungsbereiche
Die Skala zum erlebten Veränderungsdruck stellt ein Maß der subjektiven Lebensqualität dar, das für die Einzelfall- und Gruppendiagnostik im Rahmen gesundheitspsychologischer, medizin-psychologischer und gerontologischer Fragestellungen eingesetzt werden kann. Erfahrungen liegen vor bei: gastroenterologischen Erkrankungen, bei Patienten mit Hüftgelenksbeschwerden, bei Eltern chronisch kranker Kinder und anderen Gruppen.
Aufbau
Innerhalb der Skala wird über eine globale Einschätzung mit Bezug auf das gesamte Leben und für 18 einzelne Lebensbereiche erfragt, in welchem Ausmaß sich die Probanden eine Veränderung ihres Lebens wünschen (von "unter keinen Umständen" bis "total/grundlegend"). Erfasst wird also der erlebte Veränderungsdruck, der definitionsgemäß um so höher ist, je geringer die Lebensqualität. Die einzelnen Lebensbereiche stellen eine repräsentative Auswahl allgemeiner Erfahrungsräume dar und lassen sich zwei übergeordneten inhaltlichen Domänen "Psychophysisches Befinden" und "Familiärer und sozialer Lebensraum" zuordnen. Zusätzlich wird für jeden Bereich erhoben, wie wichtig dieser für die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben eingeschätzt wird.
Gütekriterien
Reliabilität: Für verschiedene klinische Gruppen liegen für die beiden Hauptdimensionen die inneren Konsistenzen zwischen r = . 87 und .92 (Psychophysisches Befinden) und r = .74 bis .90 (Familiärer und sozialer Lebensraum). Validität: Es liegen Korrelationen aus einer gerontologischen Studie vor, bei der neben dem SEV eine Beschwerdenliste, ein subjektives Gesundheitsrating, Anzahl der Arztbesuche Anzahl der Krankenhausaufenthalte und Alltagsaktivitäten erhoben wurden (N = 236).
Normen Es liegen T-Werte und Prozentrangnormen für eine repräsentative Stichprobe Erwachsener (N = 2192) vor.
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